Waffenpflege |
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Waffenpflege
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Eine sorgfältig gepflegte Waffe ist eine wichtige
Grundlage zum Erfolg! Allgemeiner Grundsatz: Im Sportschiessen werden an die Waffen und das Material in
Bezug auf Präzision und Zuverlässigkeit höchste Anforderungen gestellt. Dies
verlangt eine sorgfältige Pflege. Als Grundsatz ist die Ausrüstung nach jedem
Schiessen zu pflegen. Das Gewehr ist zu reinigen und die übrige Ausrüstung zu
pflegen. Für die Gewehrreinigung sind allgemein nachfolgende speziellen Punkte
zu beachten: 300m-Gewehre Alle 300m- Gewehre müssen nach jedem Schiessen
gereinigt werden, am besten bei noch warmem Lauf. Bürsten sollen nur vom
Verschluss her gestossen und nicht zurückgezogen werden. Beim Stgw 57 und 90
sind die Vorschriften der Hersteller und der Armee zu beachten und es wird
grundsätzlich das mit dem Gewehr ausgelieferte Putzzeug verwendet. Das 50 m, KK- und-10 m Luftgewehr: 50m bzw 10m Gewehre sollen nach jedem Schiessen gereinigt
werden. Dabei werden die Bleirückstände aufgelöst. Die frühere allgemein
verbreitete Meinung, dass der KK-und 10m Luftgewehrlauf nicht gereinigt werden
darf, ist widerlegt! Die Bleireste beeinträchtigen die Laufpräzision merklich!
Darum erhöht sorgfältiges häufiges Reinigen dessen Präzision und Lebensdauer.
Den Lauf vor dem Reinigen immer zuerst leicht einölen. Laufreinigung: Bei zunehmender Schiessdauer wird der Lauf durch die
Verschmutzung gross belastet. Der Laufdurchmesser wird dabei stark
beeinträchtigt, was zu Fehlschüssen führen kann und somit die Gewehrstreuung
grösser wird. Mit einer guten Reinigungsdisziplin, so dass nach max. ca. 100
Schüsse der Lauf gereinigt wird kann die Präzision hochgehalten werden. Das
Verwenden des Reinigungsmaterials ist stark von der Gewehrart abhängig und
darum sind einige Grundregeln für die richtige Wahl des Reinigungsmateriales zu
beachten. Laufmündung: Die Laufmündung hat grossen Anteil an die Präzision. Es ist
darum von grosser Bedeutung, dass die Mündung nicht beschädigt wird. Das ist
die Begründung, dass der Lauf nur vom Patronenlager her gereinigt wird. Vor dem Schiessen: Vor dem Schiessen wird der Lauf und das Patronenlager mit
einem sauberen Lappen ausgestossen, bis er absolut trocken ist. Das Gewehr wird
auch äusserlich gut abgerieben und der Lauf von Oelen und Fetten getrocknet. Im
300m-Schiessen ist das von grosser Bedeutung ansonsten mit der Erwärmung des
Laufes eine vermehrte termische Entwicklung besteht und Dämpfe freigesetzt
weren, welche ein gutes Resultat in Frage stellen. Hilfsmittel: Der Putzstock soll mit Plastik überzogen, oder aus glattem
Metall gefertigt sein. Die Länge ist so zu wählen, dass der Putzstock von
hinten in den Lauf geführt wird und dabei die Laufmündung vorne beim Austritt
deutlich überragt. So kann der Wischkolben und die Putzbürsten abgeschraubt
werden. Die Reinigungsbürsten: 50m Gewehr KK: Besonders eignet sich eine Nylonbürste,
welche mit Kupfer oder Messingborsten bestückt ist. Periodisch ist auch das
Reinigen mit einer reinen Kupferbürste möglich. Niemals darf aber eine
Stahlbürste, wie sie z.B. im Stgw 90 zur Anwendung kommt, verwendet werden. 300m Gewehr GP11: Als Reinigungsbürste wird eine reine
Kupferbürste verwendet. Während der Reinigung ist ein Waffenreinigungsöl zu
verwenden, so dass die Bürste niemals trocken geführt wird. Stgw 90, GP90: Spezialstahlbürste, welche häufig ersetzt
werden muss. Diese Stahbürsten haben eine gute Reinigungswirkung bis ca max 200
Putzstockhübe. Nur ein Qualitativ gute Reinigungsbürste garantiert eine saubere
Laufreinigung. Fettbürste: Für alle Waffenarten soll die Fettbürste aus Nylon- oder
Haarborsten bestehen. Die Bürste darf erst bei absolut sauberem Lauf eingesetzt
werden. Eine Fettbürste wird niemals für eine andere Verwendungsart eingesetzt.
Diese Bürste ist immer sauber zu halten, so dass beim Einfetten kein Schmutz in
den Lauf gerät. Putzlapen: Putzlappen oder Putzgazen haben durch ihre Gewebestruktur
eine gute Reinigungswirkung. Das Verwenden von Watte sollte vermieden werden.
Die Wattenteile bleiben an der Laufstruktur hängen. An diesen Ablagerungen
setzt sich besonders rasch Schmutz an. Ganz speziell ist dies bei den
Bleigeschossen im 50- und 10m Gewehrlauf der Fall. Putzpfropfen aus Filz: Die Profen müssen dem entsprechenden Laufdurchmesser
entsprechen. Für die Befestigung am Putzstock ist der richtige Adapter zu
verwenden. Die Filzprofen eignen sich speziell gut für die
Druckluftgewehrlaufreinigung. Für die Reinigung mit Filzprofen bei 50m KK
Läufen ist darauf zu achten, dass keine Faserresten der Filzpropfen im Lauf
bleiben. Bei 300m Gewehren ist der Filzpropfen besonders geeignet zum einölen
nach der Reinigung oder zur Laufkonservierung. Waffenöl: Das für die Reinigung verwendete Waffenöl soll einen gut
lösenden Effekt haben und dabei noch gute Schmiereigenschaften aufweisen. Die
im Fachhandel erhältlichen Waffenöle entsprechen durchwegs den gestellten
Anforderungen. Waffenöl in Spraydosen? Waffenöle in Spraydosen eignen sich ausgezeichnet für die
äusserliche Waffenpflege und das besprayen der Putzlappen und Reinigungs- oder
Fettbürsten. Niemals sollte mit der Spraydose direkt in den Lauf gesprayt
werden. Auch das beste Spraydosensystem kann keine flächendeckende Schmierung
sicherstellen. Einige Treibgase können die Korrosion des Laufes fördern. Das
eingesprayte Putzöl wird nach unten laufen und den mitgeführten Schmutz im
Verschluss oder in der Abzugsvorrichtung ablagern. Der Abzug: Der Abzug braucht keine besondere Pflege, wenn er nicht
übermässig verschmutzt wird. Diese Präzisionsmechanik soll nicht mit
Schmirgeltuch, Feile, Hammer und dergleichen behandelt werden. Beim einölen des
Laufes nach dem Schiessen ist darauf zu achten, dass der Lauf so liegt, dass
das überschüssige Oel nicht mit dem Schmutz zusammen in die Abzugsvorrichtung
lauffen kann. Der Schütze soll das Abzugsgewicht selbständig kontrollieren.Zum
Einstellen des Abzuges ist die Bedienungsanleitung sorgfältig zu beachten oder der Büchsenmacher beizuziehen. Verschluss: Der Verschluss muss von Pulverresten gereinigt und leicht
eingeölt werden. Der Zündstift muss immer sauber sein. Leerschüsse sind zu
vermeiden und darum ist es angebracht eine Manipulierpatrone aus Metall oder
Kunststoff zu verwenden, so dass der Zündstift niemals ins Leere schlägt. Diese
Patronen sind keinesfalls lange Zeit in der Waffe zu lassen es könnten sonst
Schäden am Material des Patronenlagers und dem Laufübergang entstehen. Zwischen
grösseren Schiessunterbrüchen ist nach Möglichkeit die Zündstiftfeder zu
entlasten. Es ist zu vermeiden, dass verschmutzte Reinigungsmittel in den
Verschluss laufen können. Konservierungen: Kurzfristig: Im dauerneden Einsatz werden alle Gewehrtypen gut gereinigt
nach jedem Schiessen und anschliessend mit einem guten Waffenöl leicht
eingeölt. An Stelle von Oel kann auch ein Waffenfett verwendet werden. Mittelfristig: Bedeutet bei Schiessunterbrüchen von einigen Wochen oder bis
zu drei Monaten. Bei solchen Unterbrüchen ist darauf zu achten, dass ein gutes
schmierendes und konservierendes Waffenol oder Waffenfett verwendet wird. Langfristig: Bedeuten Saisonalbedingte Pausen von lägererer Dauer (mehr als 3 Monate). Bei der Konservierung unterscheiden wir nicht gegenüber der Mittelfristigen Konservierung. Der Lagerung ist nun aber grosse Bedeutung beizumessen. Der Lauf soll flach aufliegen oder noch besser wie in einem Gewehrrechen stehen. Gut bewährt sich, wenn der Lauf nach unten zeigt, so dass kein Schmutz eindringen kann und keine Oelteile in den Verschluss oder die Abzugsvorrichtung gelangen. Der Ort ist so zu wählen, dass eine möglichst konstante Luftfeuchtigkeit ist und so die Belastung der Korrosion gering ist. |
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